Freitag, 11. Februar 2011

Wochenende

eine lange , insgesamt erfolgreiche Woche liegt hinter uns.

Seit vielen Jahren schreibe ich in einem Forum über Haushaltsorganisation mit und ich entwachse diesem Forum langsam aber sicher.

Zum Teil liegt es daran, dass sich verschiedene Handlungsabläufe gut einprägt haben und ich nicht mehr darüber nachdenken muss. Dann zeigt sich endlich der wahrhaftige Kern unseres Hauses, es enthüllt sich uns , noch zögerlich, aber ich ahne schon die Schönheit. Wobei Schönheit individuell ist. Unser Haus ist alt, verwohnt,verwinkelt, eher dunkel, mit familienunfreundlichem Grundriss, klitzekleinem Bad, riesengroßes Treppenhaus,feuchtem Keller, mit teilweise sehr kalten Zimmern..........aber es ist unser Haus.

Vier unserer sechs Kinder kennen nur dieses Haus , sie wohnen hier ihr Leben lang.

Gekauft haben wir es überstürzt, naiv, überrumpelt und blauäugig.

Im Garten, den man NICHT betreten konnte wegen mannshoher Brennesseln, Plunder und Gestrüpp, dennoch konnt eich von einem oberen Fenster verblühte Fliederdolden sehen und einen großen , roten Rosenbusch.

und damit war es unser.

Deswegen haben wir es gekauft.

Auch weil die Sonne im oberen Stockwerk so schön schien.

Jetzt, wo die ersten beiden Kinder schon ausgezogen sind, wir die erste Zwischenwand im "Kaninchenbau" abreissen konnten, jetzt wo wir Platz für ein Wohnzimmer haben, scheint es , als ob auch ich endlich ankommen könnte.

mich hier zuhause fühlen.

und nicht nur zuständig fürs aufräumen, renovieren, entrümpeln, neue Zimmer bereitstellen für die Geschwister des neuen Erdenbürgers. Noch eins und noch eins und noch eins.

Das Fleidermütterchen atmet jetzt mal tief durch.

der Frühling wird kommen.

und damit unser schönstes Zimmer, ein großes, helles, warmes, fröhliches, genügsames, blühendes, mit Essbarem gefülltes Freiluftzimmer: unser Garten

Ende nächster Woche werde ich meinen Laptop wiederhaben , dann kann ich mal Fotos vom Haus zeigen.

Ich habe schnell noch ein altes online Album gefunden! schaut mal!


gute Nacht, schlaft gut und ein schönes Wochenende wünsche ich uns

Sanne

1 Kommentar:

kirschkernzeit hat gesagt…

Ich freue mich so für dich! dass du irgendwie "ankommst", in deinem Haus, deiner sich verändernden Rolle, jetzt wo einige deiner Kinder sich aufmachen... Meine sind ja noch so klein... aber ich habe über die Jahre meine Mama ziemlich genau beobachtet, beobachte sie jetzt und erkenne mich heute schon in ihr wieder;-) Mütter sind dem Wandel in der Familie, der das Selbstverständnis einer Frau so grundelegend veränert in manchmal fast schwindelerregend kurzer Zeit so viel intensiver ausgesetzt als (die meisten) Männer. Was da in einer Frau abläuft bisweilen, ist für mich immer wieder ein... Wunder. Wie Metamorphosen fast. Kleine Tode, um dann verändert in neuer Schönheit wieder aufzustehen. Frauen... Mütter.. für mich ein riesengrosses Thema. Unerschöpflich.
Euer Haus interessiert mich. Auch unser haus war ein Schritt uns Ungewisse, und ich liebe es immer mehr, weiss aber gleichzeitig nicht, wie lange wir effektiv hierbleiben werden. Meine Sehnsuch nach dem Land ist riesengross...
Nun noch kurz ein Text, den ich eigentlich bei Maria von Kreativberg als Comment hinterlassen habe (für dich und sie). Ich habe ihn für dich noch kurz kopiert und füge ihn nun hier eins zu eines ein, okay? Also:

@Sanne: Danke! Was du schreibst, gerade als Mutter von so vielen, vielen Kindern, macht mich gleichzeitig nachdenklich (weil es mir irgendwie "verdreht" erscheint, wie die Gesellschaft sich im Laufe der Jahrhunderte gewandelt und das Haus-Frau-Sein fast zu etwas "Minderwertigem" und "Bequemen" degradiert hat, froh aber auch, weil ich glaube, zu sehen, wie sich das Bild der (aus freiem Willen, "für sich" zuhause bleibenden Mutter, wieder verändert hier im Westen Europas. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, die Wertschätzung steigt, das "Augenverdrehen" wird schwächer und seltener. Meine Mama hat auch gearbeitet mit 8 Kindern und ich glaube, es tat ihr wirklich gut. Aber sie musste sich vieles an Schickane und unfairen Beurteilungen (sie hat im Gebärsaal gearbeitet) gefallen lassen... auch im umgekehrten Fall, wenn eine Mutter nicht "nur" zuhause bleibt, kann so viel an... nun ja, Abwertung und Beschuldigung auf eine Frau zukommen (der Mann bleibt ja immer verschont von all dem). Im Grunde ist es traurig, wie manchmal gerade wir Frauen uns gegenseitig Steine in den Weg legen, uns bewerten und unsere eigenen Lebens-Lösungen eins zu eins auf andere legen möchten als wären wir alle nur geometrische Figuren...
Ich danke dir, Maria für diesen Post, der vielen so viel Gutes gebracht hat! und dir, Sanne für deine Offenheit! Du bist so eine interessante Frau!
lg Bora
PS. Ich werde diesen Kommentar hier wohl oder übel kopieren und bei Sanne im Blog einsetzen "müssen", damit Sanne ihn auch noch zu lesen kriegt *kicher*
Danke, Maria! Ich hoffe, deine Süsse ist wieder gesund!
Bora aus der Schweiz, die dir eh noch eine mail schuldet (wie immer)